Mein Angehöriger hat eine psychische Erkrankung

Mein Angehöriger hat eine psychische Erkrankung


Freunde und Familie sollten sich vor allem informieren – und die eigenen Grenzen kennen lernen.......

Angehörige... und Freunde eines zum Beispiel depressiven oder pflegebedürftigen Menschen haben es nicht leicht.
Zum einen wollen sie helfen, wissen aber oft nicht, was sie tun sollen – ein Zustand, der schwächt, statt zu stärken, wie es in einer solchen Situation hilfreich wäre. Zum anderen sind nahe Verwandte und enge Freunde von der Krankheit auch unmittelbar mit betroffen: Es ist nicht schön, einen geliebten Menschen leiden zu sehen; trotzdem löst das Verhalten des Erkrankten manchmal auch negative Gefühle aus. Meist werden diese unterdrückt.

Die Angehörigen fühlen sich verpflichtet, stets stark und verständnisvoll zu sein. Weil das soziale Umfeld zusätzlich häufig zunehmend Aufgaben übernimmt, die der Erkrankte vor der Erkrankung erledigt hat, kommt es schnell zu einem für alle Beteiligten großen und kontraproduktiven Gefühl der Überlastung.

Wichtig:

•Informieren Sie sich ausführlich über die Krankheit Das nimmt die Unsicherheit im Umgang mit der Krankheit.
•Eigene Grenzen kennen: Haben Sie als Angehöriger realistische Erwartungen an sich selbst. Ihre Rolle ist wichtig, doch Sie können weder den Therapeuten ersetzen, noch zu jedem Zeitpunkt perfekt funktionieren.

Machen Sie sich auch Ihre negativen Gefühle gegenüber dem Erkrankten bewusst.
Sie dürfen diese auch behutsam äußern . Es hilft, sich immer wieder daran zu erinnern, dass Ihr Verwandter oder Freund sich nicht "absichtlich" so verhält, um Sie zu ärgern, sondern seine Verhaltensweisen Teil seiner Krankheit sind.

Suchen Sie sich Hilfe

Die Einhaltung dieser "Grundregeln" verhindert, dass Sie selbst wegen Überlastung in die "depressive Spirale" mit Schuldgefühlen geraten oder durch die einseitige Fixierung auf die Bedürfnisse des Erkrankten dessen Versagensgefühl noch verstärken.

Damit Sie auch über längere Zeit die Energie haben, Ihrem Angehörigen oder Freund zur Seite zu stehen und sich selber zu stärken, wäre es sinnvoll die eigenen "Batterien" immer wieder aufzuladen.
Scheuen Sie sich nicht, auch selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie sie benötigen.

Ich berate Sie individuell, lösungsorientiert und einfühlsam.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Viele freundliche Grüße

Thomas Weinlich-Geppert

Praxis für systemisch analytische Beratung und Coaching in Siegen

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